hasstig in die neuen zeiten:: (=> Download Folder)
Uraufführung: 28.Juni 2017 um 21:00
weitere Termine: 30. Juni sowie 01., 02., 07. , 08. und 09. Juli jeweils 21:00

Wir wirken willig mit::
DI Hakennasen-Schlager...Dr. Klingenspringer-Animateur...Mag.i.d.G.-Hauer...Master of
Exkremental-Posting...Vertreter von Festschuhtreter...
genialer Maler von genitaler Anstreichkunst Graf Fitti-Titti...Präsident Otto
Normalverbraucher...Präsidentschaftskanditat Reiner Saat...Oberforst- und Kahlschlagmeister
Strammwachser...Innenminister Dieguten ins Töpfchen...Wachtmeister
Weissweiss...Wirtschaftstreuhänder Fürchtegott Fond-ü...Sport- und Abortminister Walter
Wadlbeisser...Finanzminister Voller Koffer...Kapellmeister Volker Reckenmarsch...Prof.i.R
Siegfried Rassensprenkler...VorstandssekretÄhrin Daniela Dauertracht...Pfarrer Josef
Mutzenbacher...Akademisch geprüfter und aristokratisch-stämmiger Feuerlöscher Olaf von
Öl...Höhlenforscherin Annal Luntenbrennerin... Extrembiologe und -Bergsteiger Arthur van
der Sortenleere...Kulturminister Stand Arte...Hausmeisterin Wanda Wisch und Weg... Sportlehrer Reckenturner...alle mit Putz und Stingel extrem rechtsschreibende Literatten und Le Pen-Clubmitglieder sowie der Darsteller Benjamin Blauaug und Regisseur Luk Blondy

Darstellerinnen und Darsteller: Karin Seifert, Anna Zintl, Geraldine Salinas, Chiara Heimgartner, Nina Rienessel, Paul Kampelmühler, Philipp Schwarz, Juan Maxa, Robert Vampel und Willy Arndt
Schauspieler: Christian Ruck
Musik: Patrick Dunst und Grilli Pollheimer
Regie: Peter Ulrich
Ort: Stadtparkpavillon
Technik: LAUT

Projektbeschreibung
Im Stück geht es um die unmenschliche "Beschleunigung" in unserer Gesellschaft.
Alle hasten und rennen und sind völlig außer Atem mit ihrer Existenz beschäftigt. Selbst die Freizeitgestaltung wird immer atemberaubender...
Gleichzeitig nehmen unheimliche Ängste zu: Angst vor dem wirtschaftlichen Kollaps, des Ruins der westlichen Gesellschaften und jedes einzelnen, Angst vor dem "Untergang". Diese Angst findet oft ein Ventil in der zunehmenden Bereitschaft und Akzeptanz zu Aggression und Hass.
Ausländer, Asylwerber und Menschen am Rand der Gesellschaft werden angefeindet, diffamiert als Kriminelle und Asoziale denunziert und an den öffentlichen Pranger gestellt. Humanitäre Grundwerte beginnen zu brennen, lichterloh in einer zunehmend martialischen Welt...
Dazu werden konkrete Bilder entwickelt und auch Gegenbilder. Figuren wie die blinde Puppenfrau und der Wassermann treten auf, gleichgeschaltete von (Ver-)Führern verführte Menschen, die nicht mehr wissen wie sie leben sollen und wahnsinnigen Heilsideen hinterherlaufen - medialisierte, digitalisierte, potenzielle Werbeträgerinnen und Werbeträger einer aufgeheizten Endzeitpartystimmung.

 

ich:sucht:leben (=> Download Folder)

Uraufführung: 1. August 2016, 21:00 Uhr,Stadtparkpavillon Graz
Weitere Vorstellungen:
in Koproduktion mit La Strada: 3. und 4. August 2016 jeweils 21:00
sowie am 5., 8., 9. , 12. und 13. August 2016
Info: : 0677 618 27 652

Darsteller*innen:
Karin Seifert, Geraldine Salinas, Ilyana Barborkova, Juan Maxa, Robert Vampel, Robert Haas, Willy Arndt, Nina Rienessel, Micha Born, David Payrel, Bianca Strauß
Inszenierung:
Michael Labres
Komposition und Musik:
Patrick Dunst
Grilli Pollheimer
Produktionsleitung:
Peter Ulrich
Theaterpädagogik:
Sabine Friesz
Christian Ruck
Technik:
Thomas Bergner
Öffentlichkeitsarbeit und Evaluierung:
culture unlimited

 

Einer flog über das Kuckucksnest (=> Download Folder)
von Dale Wassermann | nach dem Roman von Ken Kesey | Übersetzung
von Ingeborg von Zadow | Aufführungsrechte beim Rowohlt Theater Verlag Reinbeck bei Hamburg

Premiere: 3. Juli 21:00 Uhr, Hilmteich Graz
Weitere Vorstellungen: 4., 5., 10., 11. und 12. Juli 2015 jeweils21:00 Uhr
Karten: Zentralkartenbüro oder 0660 41 89 658

Darstellerinnen und Darsteller:
Karin Seifert, Jessica Kehldorfer, Geraldine Salinas, Ilyana Barborkova, Juan Maxa, Swifti Vampel, Robert Haas, Willy Arndt, Nina Rienessel, Emanuel Hechenblaikner
Schauspielerin:
Sabine Friesz
Schauspieler:
Christian Ruck
Choreografie:
Gabriella Fassold
Musik:
Patrick Dunst
Grilli Pollheimer
Technik:
Thomas Bergner
Clemens Zabini
Evaluierung Genderbeauftragte Öffentlichkeitsarbeit:
Ina Mastnak
Grafik:
Bianca Schantl
Regie:
Peter Ulrich

DU&/ICH, Eine Liebe im Stadtpark - Uraufführung Freitag, 04. Juli 2014, 21:00 Uhr
Ort: Stadtpark-Pavillon

Weitere Termine:
05./ 06./ 11./ 12./ 13. Juli 2014, jeweils um 21:00 Uhr

Körpertheater von Peter Ulrich
frei nach William Shakespeares "Romeo und Julia"

Klangteppich: Avelyn Francis - Mezzosopran, Patrick Dunst - Saxophon, Sigi Lemmerer - Hackbrett, Yellowman - Trommel

Maler: Willy Arndt

Ensemble: Nicole Eder, Anja Feyer, Robert Haas, Elias Hribernig, Stephanie Leitinger, Juan Maxa, Wolfgang Mörth, Katja Ortner, David Payrel, Christian Ruck, Karin Seifert, Thomas Urdl, Daniela Wretschko


"William Shakespeares Tragödie "Romeo und Julia" wurde 1597 in London uraufgeführt; das Motiv des Stücks stammt aus der Antike und wurde bis heute vielfach adaptiert. Es ist die Geschichte einer schicksalhaften und schlussendlich tödlichen Liebe zwischen den Kindern der verfeindeten Familien Montague und Capulet. Der tragische Freitod von Julia und Romeo löst den Familienkonflikt, und der scheinbar unüberwindliche Hass stirbt mit ihnen.

Nach szenischen Motiven aus dem Stück "Romeo&Julia" wird ein "heutiges" Drama mit den immer gültigen großen Themen Liebe und Tod in das "Suchtgift-Biotop" des Grazer Stadtpark verpflanzt.
Du&/Ich, der Titel ist Synonym für das ambivalente lustvolle, liebende Mit-/ und Zueinander-Wollen von einem Ich zum Du und gleichzeitig das tragische, unüberwindliche, nicht geliebte, ja gehasste, bekämpfte, getrennte, abgetrennte, gegensätzliche und rivalisierende Anderssein von jedem einzelnen. Das Stück zeigt diese ureigene angst- und lustbesetzte Thematik in der heutigen "krisen- und spassgeschüttelten" westlichen Zivilisation auf.

Das Stück Du&/Ich will im Zuschauenden aufrüttelnde Impulse zu zwei Themen bewirken:

- das süchtige "Suchen", die Entfremdung des Ich durch die Suche nach dem erlösenden Du am Rande einer kaltschnäuzig-rivalisierenden-leutseligen und glücksverheissenden Konsum-ohne-Ende-Gesellschaft.
- die "authentische" Liebe, das medizinische Wundermittel gegen den Verlust oder die Zerstörung des Selbst?


Flammenfleisch 2013:

Premiere: Donnerstag, 30.Mai 2013, 20:00 Uhr
weitere Termine: 31.Mai und 1.Juni 2013, 20:00
Ort:
forum stadtpark, Graz

Er arbeitet, damit er seine Familie ernähren kann.
Eines Tages, auf offener Strasse,
überschüttet er seinen Körper mit einer Flüssigkeit.
Er zündet sich eine Zigarette an, sein Körper brennt.

Mohamed Bouazizi
1984 - 2011
"Sacharow-Preis für geistige Freiheit" der EU 2011, posthum

Nacht Sicht 2012:

Warm, sandig, die Erde.
Meine Zehen sinken ein und finden ein Bett, ein weiches Bett zum Wach-sein, zum Gehen, ein Wachgehen bis hinauf in den traumwandelnden Kopf.
Ja, ich möchte wo hingehen, wo alles anders klingt, umhüllt in der einen, der einzigen Farbe, die mich begleitet. Meine Farbe. Eine Farbe, die unendlich Platz gibt fürs Rauschen und Raunen und Säuseln und Greinen und Weinen und Lachen und wo Du, Unsichtbarer mir zärtlich über die Haut streichst.
Ich, Blatt im Wind, weiß nicht, wo er mich hinträgt; den Ort „Hier“, den Ort „Dort“ – ich, trag mich fort.
„Dort“ ein anderes Wort für Du? Fortgetragen zu Dir hin - schwebend, tänzelnd, wiegend im Hauch Deiner Stimme.
Wo geh ich jetzt hin, wer bist Du, wer wartet da als Du auf mich? Gehst Du mit mit mir? Wer bist Du? Gehst du auch bloß, bloß an den Füßen, spürst du den Sand zwischen den Zehen? Reden wir über diesen Sand, der uns beide berührt. Ich erzähl dir, wo er überallhin spazieren geht in mir. Du, Du sag mir, zeig mir durch Deinen hörbaren Mund, welche Farben hat er für Dich? Wohin führt er – liebt er das Meer? Was macht das Meer mit ihm? Berühren sie sich so wie wir? Und ist es so im Schein Deiner Augen wie ich es spür zwischen den Zehen? Dass im weichen, warmen Sand das kühle Wasser darüber streicht wie Du über meine Haut?

 

fleisch los 2011:

Tief unten, feuchter Moder, kein Licht. Die Augen, sie können sehen, sie könnten sehen, sie sehen nichts. Nein, sie sehen nicht nichts. Dann wäre etwas zu sehen. Sie sehen nicht. Da hilft es nichts, dass sie können. Vieles will noch können, kann aber nicht. Wo die Beine, wo Arme, wo mein Kopf. Wer denkt hier?
Bin ich froh, bin ich erlöst?
Früher - ein Früher war früher. Heute gibt es kein morgen oder übermorgen. Heute gibt es keinen Tag oder Taglicht oder Wolken oder ein leichtes Nieseln auf meiner Haut.
Zeitlos, fleischlos. Und es zu schreiben dieses Zeit-/Fleischlos ist ein Vorgreifen, mitten ins Dunkel. Das in irgendeinem Morgen oder Abend oder in einer Nacht lauert als Schakal.
Ein Schreiben im Vorhinein. Kein Erfassen. Kein Begreifen. Höchstens schrecklich und untröstlich ergriffen schreiben, ein kleines Kind, das weint auf der Stiege.
Und jetzt hier, wenn meine Finger behänd fliegen, über die Tasten fliegen. Ein tänzelndes Spiel mit Buchstaben, komm, spiel mit, du, der du mit deinen Augen über diese Buchstaben fliegst, du verträumter Segler, wir fliegen gemeinsam, ein Stück weit und dann, dann verabschieden wir uns. Vielleicht treffen wir uns wieder, vielleicht nicht. Wir wissen es nicht, wir kennen uns nicht, wir haben nur diesen Moment des gemeinsamen Fluges. Für Momente in unserem Leben. Spürst du den Wind, das fiebrige Rauschen, wir stürzen hinunter, pfeilschnell, wir schießen in die Höhe, wir drehen und kreisen. Kreisen als wär der Tag ohne Ende und ich dein Freund und du meiner – im sanften Flügelschlag unserer Wimpern.
Schwerelos, leicht, luftig, im Samt unserer verflogenen Träume.
Das Leben? Träumen wir das Leben? Oder lebt uns ein einziger Traum? Ist das wichtig?
Nein, komm, fliegen wir, fliegen wir noch weiter bis zu dem Horizont, da drüben, da glüht die Sonne blutrot, wir stürzen uns hinein mit einem lustvollen Schrei.

2008:
Wir werden in die Welt gevögelt und können trotzdem nicht fliegen. Werner Schwab

flashtext
du gehst an mir vorüber. du stolzierst klackend auf deinen gestelzten schuhen über den feuchten asphalt.
du gehst an mir vorbei ohne mir einen blick zu schenken.

du suchst mit fokussierten augen jemanden oder etwas auf der anderen straßenseite, setzt dann an zu einem kleinen sprung über die lache an der gehsteigkante. du hebst den gelben schirm dabei leicht in die höhe als ob du im nächsten moment einfach davonschweben würdest – und es würde mich nicht wundern, so wie du bist, so wie du leichtfüßig, geschmeidig gehst und doch gleichzeitig so kräftig lärmend deine schuhe in den boden stampfst, dass du davonfliegst in meine verregneten träume.

ach, wie ich dich liebe in diesem einzigen, allereinzigen moment, gemeinsamen moment in unserm leben!

Regie: Peter Ulrich    Darsteller: Matthias Grasser    Organisation: Josef Mikl   Grafik: Cornelia Koller

->Bilder dazu in der Galerie


FESSEL 2007

wann und wo wurde das projekt realisiert?
07.Mai 2007 zum EU-Tag der Chancengleichheit am Grazer Hauptplatz auf Einladung des Behinderten-Beauftragten des Landes Steiermark Herrn Mag. Siegfried Suppan

kurzbeschreibung
zwei menschen, einer körperbehindert am boden liegend, der andere aufrecht in einem schwarzen lack-/leder-kostüm mit einer maske über dem gesicht.
Sie streiten miteinander, über- und unterwerfen sich. Werden gegenseitig aneinander und übereinander gefesselt, an den rollstuhl gefesselt…

bedeutung für den interkulturellen dialog
rollstuhl:fessel zeigt der mehrheitskultur sozial-politische realitäten körperlich beeinträchtigter menschen in spezifisch künstlerischen ausdrucksformen.

geeignet für radio und TV
rollstuhl:fessel ist ausschließlich für TV geeignet, da es sich um eine körpertheatralische darbietung handelt, die nonverbal bilder, emotionale bilder mit starkem symbol-charakter evoziert.

Regie und Darsteller: Peter Ulrich
Darsteller: Matthias Grasser

->Bilder dazu in der Galerie


2006

Der Mensch lebt von seinem Anfang her und gleichzeitig lebt er von ihm weg.

Das heißt, dass er seinen individuellen Ausgangspunkt durch seine Geburt erfährt und das Leben - als ein Akt des kontinuierlichen Fortschreitens - einen immer größeren temporären, mentalen und psychischen Abstand zu ihr erzeugt.

Die Geburt wird zurückgelassen wie eine zu eng gewordene und irgendwo abgelegte und vergessene Erinnerung, die nur in manchen Momenten hochgespült wird, sentimental oder vernünftig oder mit etwas anderem zugedeckt ohne es wirklich jemals wieder berühren zu können.
Die Ahnung nichts als die schale Ahnung.

Unser Anfang und Ausgang, oder besser Eingang ist in dem Moment bereits Geschichte, in dem er sich vollzieht. Aber anders als das "Jetzt", das als solches nicht zu fassen ist, weil: was ist "jetzt"? Und wie lange dauert es? Aber selbst wenn es mit dem nächsten Lidschlag zu ende geht, können wir es erinnern, verbal rekreieren, medial repetieren oder einfach innerlich seiner Erinnerung "nachhängen".

Aber die Geburt? Sie kann und wird von uns als etwas Konfuses und nicht direkt an uns selbst noch Anhaftendes erfahren. Die Geburt eines anderen Menschen zu beobachten gibt uns nur einen äußerlichen Vergleich und ist damit nichts nach innen führendes: zu dem Punkt in uns, wo wir unsere eigene nachvollziehen könnten.

Wir "werden" mit einem Schlag in die Welt geworfen und haben es in diesem Augenblick schon für immer vergessen.

Die Dramatik dieses Augenblicks, das Thema der Theaterproduktion von
"aXe körpertheater" (2006): "LuX 070".

Regie: Peter Ulrich
Darsteller: Eva Brunner und Matthias Grasser
Sprecherin: Bettina Platzer
Musik: Stefan Zeisberger

->Bilder dazu in der Galerie


körpertheater 2005

Rausch der Gefühle
Aufklärungsarbeit über die Fähigkeiten behinderter Menschen will das Grazer axe körpertheater leisten. Gleichzeitig will es das Voneinander-lernen von behinderten und nicht-behinderten Menschen in den Vordergrund stellen. Der Inhalt der tanztheatralischen Szenenabfolge ging aus persönlichen Gesprächen und Erzählungen von Betroffenen hervor. Aus diesen wurden Teile herausgenommen und zu einer neuen Geschichte zusammengesetzt, die von den drei Protagonisten in neun Szenen, fast ohne Verwendung der gesprochenen Sprache, erzählt wird.

Die sich entwicklende Dreiecksgeschichte zwischen einem behinderten Mann, einer behinderten und einer nicht-behinderten Frau wird mit großem körperlichen Einsatz stehend, kriechend, kniend, sitzend und vor allem fühlend dargestellt. ...Die Bühne gleicht einem nach vorne offenen Käfig, in dem die Protagonisten gefangen sind in ihrer Vielfalt, gefangen von außen, durch die Barrieren der Gesellschaft, und gefangen von innen, durch ihr eigenens Denken und Handeln... Quelle: Falter Nr. 22/05, Michaela Hawlik

Regie: Peter Ulrich
Darsteller: Bettina Platzer, Eva Brunner und Matthias Grasser

->Bilder dazu in der Galerie