Theater ist für Matthias Grasser mehr als
Spaß, es ist auch Selbsthilfe für den Rollstuhlfahrer.
Mit dem Stück seX will er provozieren. "Sex gehört
zum Leben dazu, egal ob man behindert ist oder nicht."
Gerhard Hüttner,
Oberösterreichische Nachrichten, 25.11.2008
Sex bei Behinderten - ein Tabuthema.
Regisseur Peter Ulrich zerrt dieses Thema förmlich ans
Licht. Unter Bergen von zerknülltem Zeitungspapier verborgen,
beginnt der spastisch erkrankte Darsteller Matthias Grasser
sich an die Oberfläche zu graben. Die Widerstände
immer neu überwindend, versucht er seinen Gefühlen
und Fantasien, die durch Fernsehen und Internet genährt
werden, Befriedigung zu verschaffen. Die aufblasbare Geliebte
zum Schluss ist Ziel und Projektionsfläche. aXe will mit
der theatralischen Visualisierung des "Andersseins"
den Zuschauer zwingen, Stellung zu beziehen.
Kronenzeitung, 20.11.2008
Liebe kennt keine Körperbarrieren.
Das Werner-Schwab-Zitat zur nonverbalen, von Musik untermalten
aXe-Produkiton seX ist provokant: "Wir werden in die Welt
gevögelt und können trotzdem nicht fliegen."
Matthias Grasser kann auch nicht laufen, robbt sich durch einen
Haufen Zeitungspapier: Dort entdeckt er Monitor, Decke, Kleid,
Sexattrappe im Rollstuhl, die er umkost, neben die er sich kuschelt.
Peter Ulrich setzt Liebe und Behinderung n Szene. Mutig, aber
mager. Dass Grasser über weit mehr Ausdruckskraft verfügt,
bewies er im ausgetüfteltem Geburtsstück "lux
o7o" an der Seite der Tänzerin Eva Brunner.
EWS, Kleine Zeitung, 20.11.2008
"Ein Bühnen-Tier - und wenn es das Wort
noch nicht im Duden gibt, dann wird es wohl bald aufscheinen.
In einer gebundenen und brandaktuellen Edition. Am Anfang von
"LuX o7o" kriecht es aus dem Rollstuhl auf die Bühne
und wird mit einem Seil hinten an einen Zaun gebunden. Grasser
wird während zwei Stunden den Kampf der Geburt eines spastischen
Foetus vorführen, ein Kampf zwischen Müssen und Wollen."
Ruud van Weerdenburg, Die Bunte Zeitung,
Dez-Jän 06/07"
Das Licht schlägt eine Brücke. Mit dem Rollstuhl
zur Rampe gefahren und hinaufgehievt zu werden, klingt nach
Therapietheater. Ist es aber nicht. Was "aXe"
zeigt, ist kunstvoller Ausdruck in irritierender Körpersprache.
Eva Brunner macht den Tanz am Vulkan des Lebens mit Peter Ulrich
und dem Musiker Stefan Zeisberger sinnlich erlebbar."
Elisabeth Willgrupber-Spitz, Kleine
Zeitung, 24.11.06
aXe: "Jenseits von Eden" Initiative Herz Steiermark
II
Preisträger, Graz 2006
Du brauchst nur drei Rollstuhlfahrer mit Info-Material
loszuschicken und schon sind die Straßen menschenleer
sagt Peter Ulrich
Kleine Zeitung, Andreas Prückler
SIEBEN TAGE, 14 20.Juli 06
"Mit dem Einsatz des ganzen Körpers - stehend, kriechend
oder sitzend - geht es um die sinnliche und emotionale Möglichkeit
der Begegnung von behinderten und nichtbehinderten Menschen."
Mostviertler Basar, 14.02.06
"Wenn die nicht behinderte Frau dem behinderten Mann seinen
Kopfstab aufsetzt, sich schließlich selbst damit krönt
und die Körper der Darsteller elektrisiert tanzen, wird
der Betrachter in Schwingung versetzt und hineingezogen in einen
Rausch der Gefühle."
Michaela Hawlik, Falter, 22/05
""LuX o7o": atemloser Tritt ins Leben"
Falter, 48/06
"
berührende Szenen in einem Stück "ohne
Worte
", welches das stets aktuelle Thema "Liebe"
dokumentiert. Mit einer Virtuosität in den Bewegungen,
die den körperbehinderten Akteuren alles abverlangt, was
sie an Kraft und Konzentration zu geben vermögen. Es ist
berührend - vor allem beispielgebend für Menschen,
die den Umgang mit ihrem Körper als selbstverständlich
empfinden.
Unterkärntner Nachrichten, 05.10.2005
hochauflösende galeriefotos
können hier downgeloadet werden (ca. 3 MB):
eine veröffentlichung unter nennung des fotografen georg
fromme ist gestattet.
fotos aus der produktion luX:
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fotos aus der produktion
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